Das Antezedens des Buches ist das Werk von der Autorin unter dem Titel Adatok a népnévvel alakult régi településneveink történetéhez [Daten zu der Geschichte der mit Völkernamen gestalteten, alten Siedlungsnamen] (Debrecen, 2011), dessen Siedlungsnamenbestand einer linguistischen Untersuchung aus mehreren Hinsichten untergeworfen wird. Das Ergebnis der Untersuchung ist eine Bearbeitung des Namenkorpus auf theoretischer Grundlage.
Die Monographie besteht aus vier großen Kapiteln. Das Erste ist eher theoretisch, das die historische Entwicklung der Interpretierung von dem Volk (Ethnos) und im Zusammenhang damit die von dem Völkernamen (Ethnonym) überblickt. Das Ziel ist, es klar zu machen, auf Grund welcher Aspekte die schließlich in Betracht gezogenen Lexeme in die Arbeit aufgenommen worden sind.
Das zweite Kapitel gibt einen Grundriss davon, für die Lösung welcher wissenschaftlichen Probleme diese Namengruppe angewendet worden ist. Hier geht es auch um die Gestaltung der historischen Ortsnamentypologie, die obwohl auch heutzutage eine zuverlässige Basis der wissenschaftlichen Untersuchung von den Namen ist, aber es ist höchste Zeit für die Ergänzung und die Präzisierung. Die Arbeit versucht auch das neben der Analyse des konkreten Namenschatzes. Man kann aus den Siedlungsnamen, die Ethnien markierende Lexeme enthalten, zahlreiche Folgerungen ableiten, die sich auf den Zustand und auf die Änderung der ungarischen Sprache, sowie auf das frühere Leben der Ungarn, auf die Siedlungsgeschichte und auf die Bevölkerungsgeschichte beziehen. Sind aber die Siedlungsnamen, die frühere Völkernamen enthalten, wirklich geeignet dafür, dass wir aus ihnen auf die frühere ethnische Zusammensetzung von dem Karpatenbecken schließen? Das Kapitel (aber im Wesentlichen auch die ganze Arbeit) versucht diese Frage zu beantworten.
Das dritte Kapitel stellt die skizzenhafte, zu der Geschichte des früheren Ungarntums knüpfende Geschichte und die Etymologie der Namengebung von den 39 Völkern dar, deren Erscheinungen in ungarischen Siedlungsnamen aus dem untersuchten Zeitalter dokumentierbar sind. Man kann nur die Lexeme in die Untersuchung einbeziehen, von denen man beweisen kann, dass sie von dem mittelalterlichen Ungarntum gekannt und gebraucht wurden.
Circa die Hälfte des Umfangs der Arbeit macht das vierte Kapitel aus, das die komplexe Analyse des Namensstoffes enthält. Der Ausgangspunkt der Untersuchung ist das System der Aspekte von der historischen Typologie, es wurde aber von der Autorin in mehreren Fällen ergänzt und mit neuen Aspekten angereichert. So untersucht sie aufgrund der von ihr bestimmten namensstrukturellen Kategorien und der einzelnen, wichtigsten strukturellen Typen die chronologischen, namensstrukturellen und namensgeographischen Einzigartigkeiten der Namentypen. Die Schlussfolgerungen werden mit den Resultaten der früheren Untersuchungen verglichen und wo es möglich und notwendig ist, ergänzt und präzisiert, in manchen Fällen werden sie auch dementiert.